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Geld & Finanzbildung

Reicher als die Geissens Zusammenfassung: Die 43 Gesetze hinter Geld, Purpose und Fokus

Reicher als die Geissens Zusammenfassung: Die 43 Gesetze hinter Geld, Purpose und Fokus

Das Buch in 30 Sekunden: Der Titel verspricht Immobilien-Reichtum. Drin steckt aber vor allem ein Betriebssystem für Geld und Selbstführung: 43 Gesetzmäßigkeiten, die zusammenspielen müssen. Von „Kenne dein Warum” über das Pareto-Prinzip bis zur Frage, wie du aus dem Hamsterrad „Zeit gegen Geld” rauskommst. Für wen? Für alle zwischen 20 und 30, die ihr Verhältnis zu Geld, Arbeit und Zielen gerade neu aufsetzen.

AutorAlex Fischer (Immobilienunternehmer, Düsseldorf)
Umfang408 Seiten, 3 Teile, 43 „Erfolgsgesetze”
Für wenBerufseinsteiger, Studenten, junge Selbstständige. Alle, die in den 20ern mit dem Vermögensaufbau anfangen wollen
Meine Wertung5/5, mit einem Hinweis auf den Verkäufer-Duktus
Ein SatzBau Wert auf, kenne dein Warum und such die Dreckschleuder.

Der Titel klingt nach Proll-TV, ich weiß. Genau deswegen habe ich das Buch jahrelang links liegen lassen. Das war ein Fehler. „Reicher als die Geissens” von Alex Fischer gehört zu den dichtesten deutschen Büchern über Geld, Unternehmertum und Selbstführung, die ich kenne. Mein Exemplar sieht aus wie ein Malbuch: gelb, grün, orange, dazu Kringel und Randnotizen auf gefühlt jeder zweiten Seite. Zeit, das mal aufzuräumen und dir die Essenz zu geben. Dann kannst du selbst entscheiden, ob sich „Reicher als die Geissens” für dich lohnt.

Fischers Anspruch beim Schreiben habe ich mir gleich in der Einführung markiert: „Du hast 450 Seiten, um alles wirklich Wichtige an deinen Sohn weiterzugeben. Was würdest du aufschreiben?” Das merkt man dem Buch an. Fischer sagt selbst: Es gibt nicht „das eine Ding”. Erfolg funktioniert bei ihm wie ein Akkord aus 43 Gesetzmäßigkeiten, die gleichzeitig klingen müssen. Missachtest du drei oder vier, läuft es trotzdem. Ab fünf stehst du auf der Bremse. Fehlen dir fünfzehn, wird das Leben zäh und frustrierend.

Hier sind die Akkorde, die bei mir am lautesten geklungen haben.

1. Macht Geld glücklich? Falsche Frage.

Das Buch startet mit einer Glücks-Frage, und das aus gutem Grund. Fischer erzählt, wie er nach einem Deal mit 2,3 Millionen Gewinn auf der Düsseldorfer Königsallee saß und sich… betrübt fühlte. Hä? Genau diese Irritation hat ihn recherchieren lassen.

Was er fand, deckt sich mit der Forschung: Lottomillionäre sind etwa drei Monate nach der Auszahlung wieder genauso glücklich oder unglücklich wie vorher, oft sogar unglücklicher. Jeder materielle Zugewinn gibt dir maximal ein paar Monate Gefühl, dann bist du wieder auf Werkseinstellung. Steigendes Einkommen macht nur so weit glücklich, wie es echte Sorgen beseitigt.

Der Satz, den ich mir fett markiert habe, weil er mein eigenes Erleben trifft:

„Es war nicht der Besitz und das Verwalten von etwas; es war der kreative Entstehungsprozess, der die Befriedigung und die Freude machte.”

Und die Warnung dahinter: Wer anfängt zu „konsolidieren”, also Errungenschaften abzusichern, zu verwalten und den eigenen Garten zu bewachen statt neues Gebiet zu erobern, landet im „Game over”-Gefühl. Ist das herausfordernde Ziel erreicht und kein neues in Sicht, kommt das Loch. Die Lösung ist simpel und unbequem: schnell wieder ein lohnendes, herausforderndes Ziel her.

2. Wie finde ich mein Warum? Die Studie, die alles ändert

Wenn du nur eine Sache aus dieser Zusammenfassung mitnimmst, dann diese. Fischer zitiert eine Langzeitbeobachtung von 1.500 High Potentials: 90 Prozent wollten „finanziell frei werden und Wohlstand erlangen”. Die restlichen 10 Prozent interessierten sich kaum für Geld. Sie wollten einfach eine konkrete Idee verwirklichen.

Nach 20 Jahren: Von den 1.350 Geld-Motivierten war genau einer Millionär. Von denen, die ihrer Vision folgten, waren es mit einer Ausnahme alle.

Lass das mal sacken. Die Chancen stehen 1.350 zu 1, je nachdem, auf welcher Seite du startest. „Ich will reich werden” trägt als Ziel ungefähr so weit wie „ich will satt sein” als Ernährungsplan.

Dazu passt die Tony-Robbins-Story, die ich mir angestrichen habe: Bill Clinton fragte ihn in der Lewinsky-Krise: „Was soll ich tun?” Robbins’ Antwort: „Das ist die falsche Frage. Was soll das finale Ergebnis sein?” Erst Endergebnis, dann Warum, dann (und erst dann) Umsetzung. Die meisten Leute rennen sofort los, ohne Ziel und ohne Gründe. Und wundern sich, dass sie nicht durchhalten.

Praktisch wird’s mit Fischers Purpose-Methode, und die hat mit dem üblichen „Folge deiner Leidenschaft”-Geschwafel wenig zu tun: Schreib zuerst auf, was du wirklich hasst. Alles. Fischer beschreibt, wie allein das Aufschreiben ihn energetisiert hat. Der Müll war aus dem Kopf und stand auf Papier. Dann drehst du um: Dein Glück liegt irgendwo auf der entgegengesetzten Seite dessen, was du loswerden willst. Aus „Ich hasse es, Leute zu beraten, die meine Ratschläge nicht schätzen” wird „Ich liebe es, Menschen zu beraten, die es zu schätzen wissen.” Klingt banal, ist aber ein Werkzeug. Und Werkzeuge muss man benutzen.

Nebenbei räumt er mit zwei Purpose-Mythen auf. Erstens: Du musst deinen Purpose in keinen Ein-Satz-Slogan pressen können. Zweitens: Das, was du liebst, muss auch kein Geldbringer sein. Es spricht nichts dagegen, Einnahmen aus Bereichen zu haben, die du langweilig findest, um damit deinen Purpose zu finanzieren.

Sein Wort zu Burnout habe ich mir doppelt markiert, weil ich es aus eigener Erfahrung unterschreibe. Falls du dich gerade unmotiviert in deinem Job fühlst, obwohl objektiv alles „läuft”: Burnout kommt laut Fischer selten von zu viel Arbeit. Er kommt davon, gezwungen zu sein, Dinge zu tun, die man eigentlich schon lange loslassen will.

3. Geld ist ein Gutschein. Und „Geld machen” ist die falsche Frage.

Fischers Geld-Definition ist die klarste, die ich kenne: „Geld ist ein Gutschein für gelieferte Ware oder Dienstleistung.” Geld verdeckt nur den Tauschhandel dahinter. Deshalb hält er „Wie kann ich mehr Geld machen?” für eine übliche, aber wenig intelligente Frage.

Die harte Konsequenz, grün markiert:

„Wenn ich nicht genug Geld habe, dann bedeutet das: Das, was ich liefere, hat nicht genügend Wert. Punkt.”

Autsch, ne? Aber daraus folgt die richtige Frage, und die ist Gold wert: „Was müsste ich tun können, haben oder produzieren, sodass ich maximal wertvoll für meine Umgebung und meine Zielgruppen bin?” Also: Wert bauen und die Zielgruppe finden, die diesen Wert am meisten schätzt. Kühlschränke verkaufst du in Afrika und lässt Sibirien links liegen.

Wie du diesen Wert dann konkret in Vermögen verwandelst (sparen, hebeln oder unternehmerisch skalieren), habe ich in Vermögen aufbauen: die 3 Wege, die wirklich funktionieren aufgeschrieben. Die beiden Artikel gehören zusammen.

4. Pareto, aber richtig: 1 % deiner Aktionen machen 51 % deines Ergebnisses

Das 80/20-Prinzip kennst du. Fischer treibt es weiter, und wenn du das Pareto-Prinzip wirklich anwenden willst, ist das der entscheidende Schritt: 20 % der Aktionen bringen 80 % des Ergebnisses. Innerhalb dieser 20 % gilt Pareto aber nochmal. Heißt: rund 4 % bringen 64 %, und knapp 1 % deiner Aktionen macht gut 51 % deines Ergebnisses. Umgekehrt gilt: 20 % der Menschen machen 80 % des Ärgers. Und 1 % macht die Hälfte davon.

Pareto-Prinzip hoch drei: 20 % der Aktionen bringen 80 % des Ergebnisses, 4 % bringen 64 %, 1 % bringt 51 %

Was er daraus praktisch baut, habe ich mir komplett markiert: Richte deine Energie auf die „Good 20”, die besten 20 % deiner Kunden, Kontakte und Projekte. Die „Mid 60” automatisierst oder delegierst du. Und die „Bad 20”? Wachse bloß nicht blind. Wer die Kundenanzahl verdoppelt, verdoppelt den Ärger gleich mit. Das ist eine sehr beliebte Art, sich selbst ins Hamsterrad zu stressen.

5. Bambus, blinde Schwimmer und die Sache mit der Geduld

Mein Lieblingskapitel, vielleicht weil ich selbst ungeduldig bin. Drei Bilder, alle markiert:

Der chinesische Bambus wächst im ersten Jahr keinen Millimeter. Im zweiten: nichts. Im dritten: nichts. Im vierten Jahr wächst er bis zu einem Meter pro Tag. Was keiner sieht: Er hat drei Jahre lang unterirdisch ein 20 bis 30 Quadratmeter großes Wurzelgeflecht gebaut. Fast alles Wichtige im Leben hat so eine Wurzelbildungsphase. Frust kommt daher, dass du eine falsche Erwartung hast, die dann nicht eintritt. Plane die Wurzelphase ein, und der Frust verschwindet. Abraham Lincoln, gleiche Idee: „Wenn ich acht Stunden hätte, um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.”

Chinesischer Bambus: drei Jahre unsichtbares Wurzelwachstum, dann ein Meter pro Tag. Metapher für die Wurzelbildungsphase jedes Projekts

Der Reis: Alte Yoga-Meister sagen: Du kannst den Reis pflanzen, gießen, düngen und in die Sonne stellen. Aber der Reis wächst auch nicht schneller, wenn du daran ziehst.

Der blinde Schwimmer: Ein Blinder schwimmt über einen See und kann das Ufer nicht sehen. Kurz vor dem Ziel bekommt er Zweifel („schaffe ich den Rückweg noch?”) und dreht um. Fünf Meter vorm Ufer. Dann schwimmt er den ganzen harten Weg zurück. So scheitern die meisten Projekte: kurz vor dem Durchbruch, weil man den Fortschritt unter der Erde nicht sieht. Fischers Anti-Frust-Regel dazu: Man überschätzt völlig, was man an einem Tag schafft. Und man unterschätzt total, was man in einem Jahr erledigt bekommt.

Der blinde Schwimmer aus Reicher als die Geissens: fünf Meter vor dem rettenden Ufer umgedreht. Warum Menschen kurz vor dem Durchbruch aufgeben

6. Bin ich ein guter Lebensinvestor?

Die Frage eines Mentors an Fischer, komplett türkis in meinem Exemplar: Warum kommen die einen schnell voran und die anderen kaum? Antwort: „Die einen investieren das, was sie haben (Zeit, Geld, Kontakte, Wissen), einfach besser als andere. Es sind einfach bessere Investoren.”

Dafür brauchst du nur zwei Dinge. Erstens: genau wissen, was eine Investition ist und was eine Ausgabe. Zweitens: dir angewöhnen, alles im Leben durch diese Brille zu sehen. Welche Aktivitäten sind Investitionen, welche Ausgaben? Welche Kontakte? Und die Frage, die wehtut: Welche deiner Bekannten saugen nur Energie aus dir, und nach welchen fühlst du dich besser als vorher? Sport ist übrigens eine Investition. Die Stunde kommt mit Zins zurück, weil du danach alles schneller machst.

Lebensinvestor-Prinzip: Zeit, Kontakte und Energie als Investition oder Ausgabe betrachten

Dann drehst du die Frage um, das ist der eigentliche Move: „Wie kann ich mich selbst zu einer guten Investition für meine Umwelt machen?” Leute lieben gute Investments. Auch in Menschen.

7. Menschen: die Sieben-Kontakte-Regel und das 30/70-Prinzip

„Menschen machen Geschäfte mit Menschen, für Menschen.” Der Satz taucht im Buch mehrfach auf, und ich habe ihn jedes Mal markiert. Zwei Werkzeuge daraus:

Die Sieben-Kontakte-Regel: Jeder neue Kontakt ist wie ein Reispflänzchen. Belastest du ihn zu früh, machst du ihn kaputt. Ein Kontakt braucht ungefähr sieben Berührungspunkte, bis er „reif” ist. Erst dann darfst du mit schwerer Kost kommen. Fischers Profinetzwerker macht beim Erstkontakt genau eine Sache: Er sorgt dafür, dass es dem Gegenüber danach ein bisschen besser geht als vorher. Dann bedankt er sich, zeigt später echtes Interesse und hilft dem anderen bei dessen brennendstem Problem. Mit echter Arbeit, bevor irgendein eigenes Anliegen kommt. Das unterscheidet ihn von allen, die immer nur an sich denken.

Charisma ist erlernbar, und es besteht vor allem aus Weglassen. Fischer hat anstrengende und charismatische Menschen seziert. Die Anstrengenden: geben überall ihren Senf dazu, brauchen das letzte Wort, übertrumpfen jede Story, fühlen sich ständig angegriffen. Die Charismatischen: wirklich präsent, bestätigen erst und fragen nach, bevor sie argumentieren. Ihr Redeanteil liegt bei etwa 30 Prozent, der des Gegenübers bei 70. Dazu sein Klassiker: „Die meisten Menschen verhalten sich bei eigenen Fehlern wie Rechtsanwälte, bei Fehlern anderer wie Staatsanwälte.”

Und mit wem du dich umgibst, entscheidet mehr als fast alles andere. Deine Werte bestimmen, welche Leute du anziehst. Die Lästertante zieht Lästertanten an. Das markierte Freud-Zitat dazu, sinngemäß: „Bevor Sie bei sich eine Depression diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht von Arschlöchern umgeben sind.” Fischers Regel für Zusammenarbeit: Arbeite nur mit Menschen, die sichtbar wollen. An ihren Taten erkennst du sie, an ihren Ansagen selten. Leuten hinterherzulaufen, die nicht wollen, ist pure Zeitverschwendung.

8. Energie, Fokus und die Dreckschleuder

Der Physik-Teil des Buches klingt erst schräg und wird dann richtig praktisch: Materie ist verdichtete Energie. Also gilt:

„Richte deine Energie auf ein lohnenswertes Ziel und lasse sie lange genug darauf, bis es sich materialisiert.”

Der klassische Fehler, als Fünf-Punkte-Kette markiert: Ziel setzen, Energie draufgeben, Probleme tauchen auf, Energie auf die Probleme umlenken, Probleme werden größer und das Ziel verhungert. Fischer nennt das „dem Ziel den Stecker ziehen”. Ich kenne das Muster von mir selbst nur zu gut. Exzessiv Probleme lösen fühlt sich produktiv an und ist oft genau die Ablenkung, die dich dein Ziel kostet.

Dazu gehört sein bestes Alltags-Werkzeug, die Dreckschleuder: Die meisten Leute wischen den ganzen Tag den Boden. Sie bekämpfen Symptome, immer wieder dieselben. Der Effiziente sucht zuerst die Dreckschleuder, also die Quelle, die den Dreck produziert. Hinter jeder dauerhaft suboptimalen Situation steckt eine. Finde sie, stell sie ab, und du machst „Fortschritte wie in Siebenmeilenstiefeln”. Kombiniert mit der Engpass-Frage („Welcher eine Engpass katapultiert mich, wenn ich ihn löse, am meisten Richtung Ziel?”) hast du ein komplettes Prioritäten-System in zwei Sätzen.

Dreckschleuder-Prinzip: Symptome wischen oder die Quelle des Problems finden und abstellen

9. Stühle bauen oder Maschinen bauen

Zum Schluss das Bild, das ich mir mit grünem Rahmen eingekastelt habe. Ein Schreiner, der Stühle baut, tauscht Zeit gegen Geld. Für immer. Der Ausweg: parallel an der Stuhl-Maschine bauen. Und bevor du sagst „ich produziere doch gar nichts”: Ein Buch, das du einmal schreibst und tausendmal verkaufst? Maschine. Ein Video, das dich vorstellt und Vertrauen aufbaut, während du schläfst? Maschine. Eine FAQ, ein Ausbildungskurs, eine gute Website, und ja, auch Freunde, die überall gut über dich sprechen: alles Maschinen.

„Während du an Stühlen baust, solltest du gleichzeitig an der Stuhl-Maschine bauen, um aus dem Hamsterrad ‚Zeit gegen Geld tauschen’ herauszukommen.”

Stühle bauen oder Maschinen bauen: der Weg aus dem Hamsterrad Zeit gegen Geld, nach Alex Fischer

Für mich persönlich war das einer der Gründe, überhaupt mit Content anzufangen. Jeder Artikel hier ist eine kleine Maschine.

Meine 7 Mitnahmen für dich

  1. Bau Wert auf, dann kommt das Geld von allein. Geld ist nur der Gutschein für gelieferten Wert. Zu wenig Gutscheine heißt: zu wenig gelieferter Wert. Punkt.
  2. Ohne echtes Warum stehen die Chancen 1.350 zu 1 gegen dich. Erst Ergebnis und Gründe klären, dann umsetzen.
  3. Hassliste schreiben, umdrehen, Purpose finden. Und akzeptieren, dass Einkommen und Leidenschaft getrennte Töpfe sein dürfen.
  4. 1 % deiner Aktionen bringt 51 % des Ergebnisses. Finde dieses eine Prozent und schütze es mit deinem Leben.
  5. Plane die Wurzelphase ein. Bambus, Reis, blinder Schwimmer: Frust ist fast immer nur eine falsche Erwartung.
  6. Sieh alles als Investition oder Ausgabe. Zeit, Kontakte, Energie. Und mach dich selbst zur besten Investition im Raum.
  7. Such zuerst die Dreckschleuder. Wer nur den Boden wischt, wischt morgen wieder.

Häufige Fragen zu „Reicher als die Geissens”

Lohnt sich „Reicher als die Geissens” wirklich? Ja, wenn du zwischen 20 und 30 bist und dein Verhältnis zu Geld, Zielen und Arbeit gerade aufbaust. Du bekommst einen Denkwerkzeugkasten fürs Leben. Wer nur Immobilien-Tipps sucht, wird die ersten 250 Seiten unterschätzen. Dabei sind genau die das Wertvollste.

Muss ich mich für Immobilien interessieren? Nein. Der Immobilien-Teil macht nur das letzte Drittel aus. Die Kernkapitel zu Purpose, Pareto, Ursache und Wirkung, dem Lebensinvestor-Prinzip und Prioritäten funktionieren für jeden Berufsweg.

Was ist die wichtigste Lektion aus dem Buch? Die 1.350-zu-1-Studie: Wer nur „finanziell frei” werden will, scheitert fast immer. Wer eine konkrete Vision verwirklicht, wird fast immer wohlhabend, quasi als Nebenprodukt. Erst das Warum, dann die Umsetzung.

Ist das Buch seriös oder Verkäufer-Show? Beides. Fischer verweist oft auf die eigenen Videos und Kurse, und der Ton ist vertriebig. Die Substanz darunter ist trotzdem echt.

Für wen ist das Buch nichts? Für alle, die eine wissenschaftliche Herleitung erwarten. Fischer argumentiert mit Erfahrung, Anekdoten und Mentoren-Weisheiten statt mit Studien-Fußnoten. Wen das stört, der greift besser zu „Flow” von Csikszentmihalyi. Meine Zusammenfassung dazu folgt hier im Blog.


Ist das Buch perfekt? Nein. Es hat stellenweise sehr viel Verkäufer-Duktus, es verweist oft auf die eigenen Videos und Kurse, und die 408 Seiten hätten auch 300 sein können. Die Dichte an brauchbaren Denkwerkzeugen ist trotzdem außergewöhnlich. Gerade wenn du am Anfang stehst und dein Betriebssystem für Geld und Arbeit noch formbar ist, wirken diese 43 Gesetze wie Zinseszins: am Anfang unsichtbar, nach Jahren unübersehbar.

Und falls du dich fragst, ob du zu jung dafür bist: Das Buch ist als Brief an den eigenen Sohn geschrieben. Jünger geht’s nicht.

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